Tiere und Pflanzen in Laos

Laos ist bekannt für seine unberührte und wilde Natur, die eine Vielzahl an exotischen Tieren und Pflanzen eine Heimat bietet. Urwüchsige Vegetation bedeckt über zwei Drittel des Landes, in dessen Gebirgsregionen noch vom Menschen unberührte Ökosysteme liegen und seltene Tierarten leben. Immergrüner tropischer Bergwald, der sich in windgeschützten Lagen mit Laubhölzern vermischt, wird in höheren Lagen vom Monsunwald mit Hart- und Edelhölzern abgelöst.

Einheimische Tiere in Laos

#author#Thomas Kimmel#/author#Gibbon im Bokeo Nationalpark

Zu den größten und anmutigsten Säugetieren gehört der Asiatische Elefant, der gefährdete Kragenbär, die Saola (Vietnamesisches Waldrind), der Leopard, der Tiger, die Laotische Felsenratte sowie Nebelparder und einige Primatenarten wie vier Arten des Schopfgibbons sowie Languren.

Neben den Säugetieren leben in Laos noch 165 Arten von Amphibien und Reptilien, darunter die Felsen- und burmesische Python, Königskobras und der große und lärmende Tokay-Gecko (Gekko-Gecko).

Unzählig viele, über 400 Vogelarten trällern in den Wäldern und Hochebenen von Laos sowie im Mekongtal ihre eindrucksvollen Lieder. Während so manche Schlangenart wie die Python oder Königskobra sich im Dickicht versteckt. Schillernd bunte Schmetterlinge tanzen in einer überwältigenden Anzahl nach der Regenzeit durch die laotischen Lüfte.

Elefanten in Laos

#author#Marianne Kube#/author#Elefantencamp in Laos

Asiatische Elefanten werden bis heute gezähmt und als Arbeits- und Lasttiere eingesetzt. Von den einst eine Million Elefanten leben in Laos aktuell nur noch 1.500 Exemplare in den Urwäldern Laos‘, davon nicht einmal 1000 in freier Wildbahn. Die restlichen sind Arbeitstiere im Nordosten des Landes.

Wir empfehlen, keine touristischen Einrichtungen zu besuchen, die Elefanten wie Zirkustiere trainiert: Elefantenreiten sollte für aufgeklärte Touristen tabu sein, denn in den meisten Fällen wird dabei auch keine Aufzucht und somit keine Arterhaltung betrieben.

Es gibt Elefanten-Refugien, die sich um die Arterhaltung und Aufzucht verletzter Elefanten kümmert, so etwa das The Elephant Conservation Centre in der Provinz Xayaboury. Hier müssen die Tiere keine unnatürlichen Sachen wie etwa Basketball-Spiele vorführen.

Wildtiere und ihre Reservate

  • Eine der letzten Elefantenherden kann man im Elephant Tower bei Ban Na im Phou Khao Khouay Nationalpark beobachten, im Nam Kading National Bio-Diversity Conservation Area.
  • Im Bokeo Nature Reserve kann man von Canopy-Cabins aus die Westlichen Schwarzen Schopfgibbons in den Baumwipfeln beobachten.
  • Im Nam Kading Nationalpark, in der Phou Chom Voy Provincial Protected Area und in der Phou Si Thone Endangered Species Conservation Area treten außerdem zwei der vier Schopfgibbon-Arten auf.
  • Die letzten freilebenden wilden Tiger sowie sechs weitere Wildkatzen wie der Nebelparder leben im Nam Et-Phou Louey Nationalpark.
  • Leoparden kommen außerdem im nationalen Schutzgebiet Phou Xiang Thong vor.
  • Die Nam Ha National Biodiversity Conservation Area beherbergt den Asiatischen Elefant, Leoparden und Tiger.
  • In der Phou Hin Poun National Biodiversity Conservation Area leben Tiger und Asiatischer Elefant.
  • In der Provinz von Bolikhamxay lebt der Wilde Elefant.
  • In der Nam Xam Protected Area leben Tiger und Elefanten.

Neben dem laotischen Nationaltier dem Elefanten sind auch die seltenen Süßwasserdelphine, die Irrawaddydelphine, die sich im Gewässer der Si Phan Don Region tummeln, Flagship-Arten des Landes.

Eines der letzten Tigerreservate Laos … fördern Sie gleichzeitig ein Tierprojekt für mehr Nachhaltigkeit in Laos!

Urwald in Gefahr

#author#Annette Bouvain#/author#Passüberquerung ins Nam-Hinboun-Tal in Laos

Die laotische Artenvielfalt ist jedoch stark gefährdet. Der Dschungel schwindet zunehmend durch Abholzungsmaßnahmen und Brandrodungsfeldbau. Und auch viele Tierarten sind vor dem Aussterben bedroht, da unter anderem Körperteile und Sekrete für die Herstellung traditioneller Arzneimittel gefragt sind oder durch die Landversiegelung wichtige Lebensräume zerstört werden.

Um dem Verlust der Artenvielfalt Einhalt zu gewähren, schrieb die Regierung 18 nationale National Protected Areas (NPAs) aus. Mittlerweile hat sich die Gesamtfläche der Schutzgebiete auf 18% der Landesfläche ausgedehnt. Jedoch stellen sowohl illegale Abholzung von Edelhölzern als auch der Handel und Schmuggel bedrohter Tierarten die größten Gefahren für die Biodiversität des Landes dar. Zudem muss berücksichtigt werden, dass in ländlichen Gegenden weiterhin die Jagd zur Beschaffung von Nahrung ausgeübt wird.

Dörfer, Dschungel und tropische Natur … idyllische, abgelegene Orte in Laos im Rahmen einer Wanderreise erkunden!