• Das That Luang in Vientiane

    Annette Bouvain, DIAMIR Erlebnisreisen
  • In einem Wat in Vientiane

    Huong-Giang Nguyen
  • Großer liegender Buddha in Vientiane

    Huong-Giang Nguyen
  • Typisches Wat in Vientiane

    Huong-Giang Nguyen
  • Im Innenhof eines Wats in Vientiane

    Huong-Giang Nguyen

Vientiane

Breite Alleen, enge Gassen, Tempel  und Klöster, hin und wieder ein Hochhaus zwischen alten Bauten, auf dem Weg zur Metropole, das ist Laos Hauptstadt Vientiane (Vieng Chan), die ruhigste Hauptstadt Asiens. Nicht nur der besondere Charme der warmherzigen Kleinstadt, sondern auch das atemberaubende Panorama über den Mekong ziehen täglich Bewohner und Gäste in ihren Bann.

Vientianes Straßen funkeln vor kulturellen Gegensätzen: breite Alleen mit französischen Kolonialbauten und schmale Straßen, gesäumt von kleinen, asiatischen Restaurants und Bars. Bunte Geschäfte, erhabene Tempel, Klöster und üppige Märkte prägen das Straßenbild.

Der laotische Name der vielfältigen Kleinstadt Vieng Chan, geprägt durch den gigantischen Fluss Mekong, bedeutet „Stadt des Mondes“ oder „Stadt des Sandelholzes“. Wir stellen sowohl Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten der laotischen Hauptstadt als auch Ausflugsziele um Vientiane und die beste Reisezeit vor.

Sehenswürdigkeiten in Vientiane

Was gibt es in Laos‘ Hauptstadt zu sehen? Das Stadtzentrum von Vientiane kann wunderbar zu Fuß erkundet werden, da es recht überschaubar ist und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in unmittelbarer Nähe zueinander liegen. Außerdem sind die Straßenschilder neben dem laotischen Schriftzug meist auch in lateinischen Buchstaben beschriftet.

#author#Huong-Giang Nguyen#/author#Im Innenhof eines Wats in Vientiane

Die frühen, lauen Morgenstunden legen über die Altstadt mit ihren Allen und Gässchen einen herrlichen, ruhigen Zauber. Wohingegen abends, vor allem bei besonders schönem Sonnenuntergang, reges Treiben an der Uferpromenade am Mekong herrscht und die zahllosen Garküchen vorzügliches Abendessen anbieten.

Der Triumphbogen Patuxai

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Auf der Prachtavenue Lane Xang ragt der markante Triumphbogen Patuxai (Patuxay, Patou Xai) in die Höhe. In den 1960er Jahren wurde das Monument für die laotischen Soldaten erbaut, die im Unabhängigkeitskrieg gegen Frankreich ihr Leben verloren. Patuxai vereint indische, laotische sowie europäische Stilelemente und ähnelt dem Arc de Triomphe von Paris. Von oben bietet sich ein herrlicher Blick auf den Park mit Musikfontänen und über die Skyline von Vientiane.

Kloster Wat Si Saket (Wat Sisaket)

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Das älteste, noch nach dem siamesischen Einfall im Jahr 1827 existierende Kloster von Vientiane liegt am Südende der Avenue Lane Xang gegenüber dem Präsidentenpalais. König Anouvong (Chao Anou) ließ 1818 im Bangkok-Stil den Wat errichten, in dessen Hallen Besucher über hundert Buddha-Statuen aus verschiedenen Materialien bewundern können.

Die meisten dieser Statuen stammen aus Tempeln in Vientiane und Luang Prabang. Aber auch der Trommelturm und die außerordentlich detailreich geschmückten Decken gehören zu den Faszinationen der Klosteranlage.

Tempel Wat Si Muan

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Der Schutztempel der laotischen Hauptstadt ist einer der schillerndsten und farbenfrohsten sowie neben dem Wat Si Saket der wichtigste Tempel. Eine Legende besagt, dass unter der steinernen Stadtsäule ein schwangeres Mädchen ruht, das sich den Göttern opferte. Auf dem Altar steht ein steinerner Buddha, dem Kokosnüsse und Bananen geopfert werden, sollte ein Wunsch in Erfüllung gegangen sein.

Stupa Pha That Luang

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Der riesige, teilweise vergoldete Stupa ist sowohl das Nationalheiligtum als auch das Wahrzeichen der Stadt Vientiane. König Setthathirat  ließ Pha That Luang im Jahr 1566 über einen älteren Stupa errichten. Buddha-Statuen sowie wunderschöne Blumen- und Tierbilder im laotischen Stil schmücken die buddhistische Architektur des Pha That Luang.

Von außen hingegen wirkt das Monument wie eine prächtige Festung, vor dessen Mauern ein Denkmal für den Gründer der Stadt, König Setthathirat steht. Als ein Geheimtipp für kulturinteressierte Urlauber gilt ein großer, liegender Buddha, der in einem nahgelegenen Tempel ruht.

Tempel Wat Ho Phra Keo

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König Setthathirat ließ 1565 im Vientiane-Stil den Wat erbauen, der mit hochwertiger, laotischer Holzschnitzkunst ausgeschmückt ist. Die noch erhaltenen Buddha-Statuen der Galerie zeigen die beiden nur in Laos vorkommenden Handhaltungen: „Buddha den Baum der Erleuchtung betrachtend“ und „Buddhas Bitte um Regen“.

Der Tempel befand sich damals im Palastgelände und diente als Kapelle für die königliche Familie. Ho Phra Keo bedeutet „Altar des Smaragd-Buddha“, dessen Statue jedoch die Siamesen im Jahr 1778 nach Bangkok zurückholten.

Talat Sao

Der Morgenmarkt von Vientiane, Talat Sao, wurde mittlerweile in ein modernes Shopping-Zentrum umgebaut. Die ganztägig geöffnete Mall beherbergt eine Vielzahl von Restaurants und kleinen Geschäften, die von Lebensmitteln, Stoffen, Kleidung und Schuhen zu Souvenirs und Haushaltsgeräten alles verkaufen. Vor dem Talat Sao (Thalat Sao) weht noch der Flair eines asiatischen Marktes, in dessen schmalen Gängen sich Souvenirstände aneinanderschmiegen.

Mekong River Park

Nach Sonnenuntergang werden täglich im Mekong River Park (Chao Anaouvong) die Stände des Nachtmarktes aufgebaut, auf dem Besucher das ein oder andere Schnäppchen finden können. Im neu angelegten Park reihen sich Souvenir- und T-Shirt-Stände zwischen Seidenschal- und Lampenverkäufer und der Duft von asiatischen Speisen zieht durch die Marktgänge.

Eine Besonderheit des Mekong River Parks ist das abendliche Aerobic unter freiem Himmel, denn dann gehört das Mekongufer vor allem Sportlern, Spaziergängern und Bummlern.

COPE-Zentrum

Das COPE-Zentrum thematisiert die Spätfolgen des Vietnamkrieges und klärt über Blindgänger auf. Der Anlass für die Museumsgründung sind die unzähligen, nicht explodierten Sprengkörper, die noch immer auf laotischem Boden liegen und eine lebensbedrohliche Gefahr für die Bevölkerung darstellen. Die Gelder der verkauften Museumstickets ermöglichen die Versorgung von Opfern und Bereitstellung von Prothesen.

Vientane aus einem besonderen Blickwinkel entdecken – wir empfehlen diesen Städte-Baustein!

Ausflugsziele nahe Vientiane

Xieng Khuan Buddha Park

Ein beliebtes Ausflugsziel in Vientianes Umgebung ist der kuriose Xieng Khuan Buddha Park, der 25 km von Vientiane entfernt am Mekong liegt. Der Mönch und Künstler Luang Pu Bunleua Sulilat legte fantasievoll den Park inmitten grüner Natur in den 1950iger Jahren an. Neben kleinen, schlichten Tempeln stehen skurrile, gigantisch große Statuen und Skulpturen von hinduistischen und buddhistischen Gottheiten sowie von Fabelwesen und Tieren. Höhepunkte des Parks sind der 119 m lange, liegende Buddha und der Kürbis-Turm, von dem sich ein herrlicher Blick auf die Skulpturenlandschaft darbietet.

Erste Thailändisch-Laotische Freundschaftsbrücke

Einen weiteren Ausflug Wert ist die Erste Thailändisch-Laotische Freundschaftsbrücke. Etwa 10 km südlich vom Stadtzentrum auf dem Weg zum Buddha Park überspannt die Brücke den Mekong nach Nong Khai in Thailand. Es ist die erste Brücke überhaupt, die über den Unterlauf des Mekongs erbaut wurde. Nachts glänzen an der anderen Uferseite die hellen Lichter von Nong Khai.

Naturschutzgebiet Phou Khao Khouay

Südöstlich des gigantischen Stausees Nam Ngum erstreckt sich das artenreiche Naturschutzgebiet Phou Khao Khouay. Im Fischerdorf Na Nam können Urlauber Boote mieten und die vielzähligen Inseln des Sees erkunden.

Stadtbild und -geschichte von Vientiane

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Vientiane gilt als eine der ruhigsten Städte Asiens und ist mit mehr als 350.000 Einwohnern eine charaktervolle Kleinstadt Indochinas. Das Stadtbild änderte sich dramatisch, seitdem im 14. Jahrhundert unter den Laoten ein Fürstensitz am Mekong errichtet wurde. Der laotische König Setthathirat verlegte 1560 die Hauptstadt des Reichs „Lane Xang“ (Laos) in die Gegend des heutigen Vientianes.

Das damalige Viang Chan wurde dann 1827 komplett von den Siamesen zerstört, so dass die Franzosen 1860 nur ein kleines Fischerdorf und Ruinen im Dickicht am Mekong vorfanden. Das Dorf wuchs anschließend aufgrund der günstigen Verkehrslage während der französischen Kolonialzeit zu einer beschaulichen Stadt.

Seit 1975 ist Vientiane die Hauptstadt der Demokratischen Volksrepublik Laos. Das heutige kulturelle, wirtschaftliche und politische Zentrum erstreckt sich bogenförmig am Ufer des Mekong in die gewaltige Landschaft der Tiefebene im Nordwesten von Laos.

Während der Trockenzeit gleicht der Mekong einem ruhigen, kleinen Bach, aus dem sich die Insel Don Chanh im 2 km breiten Flussbett erhebt. Ein breiterer Flussarm fließt auf der anderen Seite der Insel und bildet die Grenze zu Thailand. Die im Süden Vientianes gelegene Freundschaftsbrücke verbindet Laos‘ Hauptstadt mit der thailändischen Stadt Nong Khai.

Beste Reisezeit für Vientiane

Am angenehmsten ist das Wetter in Vientiane von November bis Februar, da der Nordostmonsun während diesen Monaten das Klima mit nächtlichen Temperaturen unter 20° Celsius und erfrischenden Brisen prägt. Es regnet quasi nicht und die Temperaturen liegen bei angenehmen 28° C tagsüber.

Die Regenzeit dauert in Vientiane von Mai bis September, in deren Zeitspanne es monatlich gleich viel regnet.